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Brot kann man überall kaufen: im Bäckereifachgeschäft, im Lebensmittelgeschäft oder auch im Selbstbedienungsladen. Doch Brot ist nicht gleich Brot. Und ebenso vielfältig, wie das Angebot an Brot, so unterschiedlich sind auch Haltbarkeit und Lagerfähigkeit der einzelnen Sorten. So lässt sich auch schwer eine allgemeingültige Mindesthaltbarkeit festlegen.
Gerade die Haltbarkeit ist von vielen Faktoren abhängig: dem Mengenverhältnis der Brotgetreideerzeugnisse, ihrer Granulation sowie von den verwendeten Zugaben, der Teigführung, dem Backprozess, der Handelsform und der Verpackung. Gerade die verwendeten Mehle und Backzutaten haben einen entscheidenden Einfluss auf die Haltbarkeit. Allgemein lässt sich sagen, dass sich Roggenbrot besser zu Lagerung eignet als Weizenbrot. Allerdings kann bei letzterem ein erhöhter Fettgehalt die Haltbarkeitsdauer verlängern.
Da jeder gerne frisches und leckeres Brot zu sich nehmen möchte, hier ein paar Frischetipps zur Lagerung: Grundsätzlich gilt es, Brot vor dem Austrocknen und vor Schimmelbefall zu schützen.
Unverpacktes Brot hält sich am besten in sauberen, luftdichten und trockenen Behältern. Hierzu eignen sich z.B. Brotfächer, Brotkästen oder auch ein Steinguttopf. Bei Brottöpfen sollte man darauf achten, dass diese möglichst dicht schließen. Angeschnittenes Brot wird optimalerweise mit der Anschnittfläche nach unten gelegt.
Schnittbrot, also schon in fertigen Scheiben verkauftes Brot, bewahrt man am Besten in der Verpackung auf. Diese sollte man gut verschließen. Da die „Rösche“ mit dem Feuchtigkeitsaustausch zwischen dem Brötcheninneren und der Außenluft zusammenhängt, und, lagern Brötchen am Besten an der Luft. Durchlässige Tüten oder Netze eigenen sich aber auch sehr gut.
Egal ob Brot oder Brötchen: Wichtig ist auch die Sauberkeit! Wenn Brot frisch bei 250 Grad Celsius aus dem Ofen kommt, ist es durch sein keimfreie Kruste geschützt. Der gefürchtete Schimmelpilz kommt meist erst in den Haushalten ans Brot. Daher sollten, um der Schimmelbildung entgegenzuwirken, alte Reste und Krümel entfernt und die Brotbehälter alle ein bis zwei Wochen mit einer Essiglösung gereinigt werden. Zusammen mit Feuchtigkeit begünstigen diese Reste nämlich die Bildung von Schimmelpilzen. Nach der Reinigung sollte darauf geachtet werden, dass die Behälter auch gut trockengerieben werden. Beherzigt man diese Ratschläge, beugt man eine Schimmelinfektion wirksam vor.
Brot sollte nicht im Kühlschrank gelagert werden. Dort verdunstet die Brotfeuchtigkeit viel leichter als bei Zimmertemperatur. Ganz anders in der Gefriertruhe oder im Tiefgefrierfach: Dort kann Brot gut verpackt ohne Probleme einige Wochen lang aufbewahrt werden. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass ofenfrische Ware möglichst schnell auf unter 18 Minusgrade herabzukühlen. Brot will allerdings in Ruhe wieder aufgetaut werden: Mindestens 5 Stunden vor dem Verzehr. Am besten wir Brot über Nacht bei Zimmertemperatur langsam aufgetaut. Einzelne eingefrorene Scheiben können aber auch getrost im Toaster oder in der Mikrowelle schnell und bequem aufgetaut werden.
Lediglich bei ungünstiger Witterung wie großer Hitze oder Luftfeuchtigkeit kann der Kühlschrank von Vorteil sein. Bei solchen Bedingungen ist es wichtiger, durch Kühlung die Schimmelbildung zu verhindern, als das Brot vor dem Austrocknen zu bewahren. Aber auch im Kühlschrank sollte das Brot gut verpackt sein. Für solches Wetter eignen sich v.a. Brotsorten, die von Natur aus gute Haltbarkeitseigenschaften aufweisen. Hierzu zählen z.B. Toastbrot, Roggenbrot, Roggenschrotbrot, Roggenmischbrot oder Pumpernickel.
Brötchen hingegen sollten nicht selbst eingefroren werden. Diese kauft man besser direkt tiefgefroren. Zum Auftauen nur schnell für vier bis fünf Minuten in den Backofen, dann werden sie schön knusprig.
Grundsätzlich ist es sowieso besser, häufiger in kleineren Mengen einzukaufen. Dann hat man immer frisches Brot im Hause. Denn trotz aller Frischhaltetipps gilt: Kein Brot schmeckt so gut wie frisches Brot.
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Tobias König aus Wemmetsweiler
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