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Das Bäckerhandwerk ist eines der ältesten Handwerke mit eine großen Tradition. Dies sieht man schon, wenn man einen Blick in die Chronik wirft und einmal die Herkunft des Bäckerwappens betrachtet:
Als erste Zunft, die in ihrem Wappen die sogenannten Wappentiere, die Löwen, verwandte, gilt die Wiener Bäckerzunft.
Als die Türken Wien belagerten, wollten sie des Nachts einen Stollen unter der Stadtmauer durchgraben. Die Brezelbäcker, die stets in der Nacht arbeiten, sollen die klopfenden Geräusche zuerst gehört haben, dann gemeldet und damit die Eroberung der Stadt Wien verhütet haben. Man sagt, sie kämpften wie die "Löwen", weshalb sie seitdem zwei aufgerichtete Löwen in ihrem Wappen, die eine Brezel in der Mitte tragen, führen dürfen. Für ihren mutigen Kampf erhielten sie zusätzlich die Schwerter zu den Löwen in Panier.
Kaiser Leopold I gab 1690 zum Dank und als Anerkennung für die Verdienst während der Türkenbelagerung den Bäckern die Erlaubnis, Löwe und Schwert im Wappen verwenden zu dürfen. In der Verleihungsurkunde heißt es: "In An-erkennung eurer Tapferkeit sei dieser Ehrendegen euch zur Zier geweiht! Die künftigen Geschlechter aber mahne an eure Wachsamkeit hier diese Ehrenfahne! Stets werde ich das Handwerk stützen, heben und rufe: "Bäcker Wiens, hoch sollt ihr leben"!"
Die Brezel stammt aus frühchristlicher Zeit. Als Gebäck soll sie auch ein Mönch aus den Savoyer-Alpen im Jahre 610 hergestellt haben.
Bäcker sein, bedeutet heute ein großes Engagement und Faible haben für einen Beruf, bei dem man zwar als selbständiger Bäckermeister durchaus ganz gut verdienen kann, jedoch seine "Brötchen" auch andererseits unter erschwerten Bedingungen verdient. Der Bäckermeister muss jede Nacht ab ca. 03.00 Uhr in der Backstube stehen, um Sie mit frischen Brötchen, Feingebäck und vielfältigen Brotsorten zu verwöhnen.
Dennoch hat der Bäckerinnungsverband Saarland e.V. mit seinen vier Bäckerinnungen die Erfahrung gemacht, dass man eher zum Bäckerberuf berufen wird, als dass man dies als Ausweg für andere Arbeitsangebote ansehen würde. Bäcker sein bedeutet auch heute noch Liebe zu seinem Beruf!
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